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← Alle Folgen GreenBuild360 Podcast · Folge 1 · 21:58 Min

Willkommen beim Podcast: Bauen mit Holz, Lehm und Stroh

Sarah spricht mit GreenBuild360-Geschäftsführer Norbert Jacobsen darüber, was einen Integrator und Baupartner von einem klassischen Fertighausanbieter unterscheidet – und warum GreenBuild360 bewusst auf absolute Werbeversprechen verzichtet.

In dieser Folge

  • Warum sich GreenBuild360 als Integrator und Baupartner versteht – nicht als Fertighausanbieter
  • Wie Architektur, Statik, Bauphysik, Energie und TGA von Anfang an zusammengeführt werden
  • Was NiTO Massivholz und EcoCocon Stroh unterscheidet – und wo ihre Grenzen liegen
  • Warum GreenBuild360 bewusst keine absoluten Werbeclaims verwendet
  • Wie Wiki, Entscheidungsplattform und Kommunenplattform zusammenhängen

Kurzantwort

GreenBuild360 verkauft keine Typenhäuser aus dem Katalog, sondern arbeitet als Integrator und Baupartner: Architektur, Statik, Bauphysik, Energie, Haustechnik, Innenausbau und digitale Dokumentation werden als ein System geplant. Die Wandsysteme NiTO und EcoCocon stammen von Herstellern; ihre Eigenschaften nennen wir nur mit Quelle und Prüfstatus.

Quelle: Podcastfolge mit Norbert Jacobsen, September 2026. Stand: 05.10.2026.

Das Wichtigste aus dieser Folge

Was unterscheidet GreenBuild360 von einem klassischen Fertighausanbieter?

GreenBuild360 verkauft keine fertigen Typenhäuser aus dem Katalog, sondern versteht sich als ganzheitlicher Integrator und Baupartner für Bauprojekte mit Naturbaustoffen wie Holz, Lehm und Stroh.

Was bedeutet „Integrator“ konkret für die Bauplanung?

Normalerweise durchläuft ein Bauprojekt Architekt, Statiker, Bauphysiker und Haustechnik getrennt voneinander – oft mit Schnittstellenproblemen. GreenBuild360 führt Architektur, Statik, Bauphysik, Energie- und Wasserkonzepte, technische Gebäudeausrüstung, Innenausbau und digitale Dokumentation von Anfang an als ein zusammenhängendes System zusammen, geplant über die gesamte Lebenszyklusbetrachtung.

Baut GreenBuild360 die Systeme NiTO und EcoCocon selbst?

Nein. GreenBuild360 ist nicht der Hersteller, sondern Integrator: Wir wählen am Markt dokumentierte Lösungen aus Naturbaustoffen aus, die projektbezogen geprüft werden. Dazu zählen NiTO, ein tragendes Vollholz-Bausteinsystem der NiTO Holzstein GmbH, und EcoCocon, ein vorgefertigtes Stroh-Wandsystem. Die Herstellerangaben zum Anteil nachwachsender Rohstoffe variieren je Quelle; Details stehen auf der EcoCocon-Seite.

Gibt es baurechtliche Grenzen für diese Bausysteme?

Ja. Jedes System hat physikalische und rechtliche Grenzen. Das NiTO-Vollholzsystem besitzt eine Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik für Gebäude mit bis zu zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss. Bodenbeschaffenheit, Windlasten und Bebauungsplan sind für jedes Grundstück individuell projektbezogen zu prüfen. Mehr Details dazu im GreenBuild360 Wiki und auf der Entscheidungsplattform.

Kurz & knapp

Ist GreenBuild360 der Hersteller von NiTO oder EcoCocon?

Nein. GreenBuild360 ist nicht Hersteller dieser Systeme, sondern Integrator.

Was macht GreenBuild360 als Integrator?

Architektur, Statik, Bauphysik, Energie, TGA, Innenausbau und digitale Dokumentation werden als ein zusammenhängendes System geplant.

Warum keine pauschalen Umweltversprechen?

Weil ein Gebäude immer auch technische Leitungen, Fundamente und Abdichtungen benötigt. GreenBuild360 verzichtet deshalb auf pauschale Aussagen und nennt Eigenschaften nur mit Quelle und Prüfstatus.

Für die Vertiefung

Das vollständige Gespräch zum Nachlesen

Sarah im Gespräch mit Norbert Jacobsen. Transkript redaktionell angepasst.

Das Gespräch (redaktionell angepasst)

Was unterscheidet GreenBuild360 von einem klassischen Fertighausanbieter?

Sarah: Viele denken bei ökologischem Bauen an klassische Holzhäuser mit etwas Lehmputz. Was unterscheidet euch von einem Anbieter aus dem Musterhauspark?

Norbert: Wir bei GreenBuild360 sind kein klassischer Fertighausanbieter. Wir verkaufen keine fertigen Typenhäuser aus einem Katalog. Wir verstehen uns als ganzheitlicher Integrator und Baupartner für Bauprojekte – und zwar für Projekte, die konsequent auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz und Stroh setzen.

Was bedeutet „Integrator“ konkret für die Bauplanung?

Normalerweise läuft es so: Man geht zum Architekten, danach zum Statiker, dann zum Bauphysiker, und irgendwann kommt die Haustechnik an die Reihe. Oft passen die Schnittstellen am Ende nicht zusammen, oder die ökologischen Ziele gehen im Laufe der Planung verloren. Wir führen alle Gewerke von Anfang an auf unserer Plattform zusammen: Architektur und Fachplanung, Statik und Bauphysik, Energie- und Wasserkonzepte, die gesamte technische Gebäudeausrüstung sowie Innenausbau und digitale Dokumentation – als ein zusammenhängendes System, geplant über eine langfristige Lebenszyklusbetrachtung.

Warum ist digitale Dokumentation für rückbauorientiertes Bauen so wichtig?

Sie ist die Grundlage für einen späteren Rückbau. Durch die digitale Erfassung aller Komponenten wissen wir, welche Materialien wo verbaut sind. Dadurch werden unsere Gebäude rückbau- und wiederverwendungsorientiert planbar. Wir betrachten ein Haus nicht als zukünftigen Bauschutt, sondern als Materiallager für kommende Generationen.

Baut GreenBuild360 die Systeme NiTO und EcoCocon selbst?

Nein, wir sind nicht der Hersteller dieser Systeme – das ist uns wichtig zu betonen. Wir sind Integrator und wählen am Markt dokumentierte Bau- und Materialsysteme aus nachwachsenden Rohstoffen aus, die projektbezogen geprüft werden. Eines davon ist NiTO, ein tragendes Vollholz-Bausteinsystem der NiTO Holzstein GmbH.

Wie funktioniert das NiTO-Vollholzsystem?

Es handelt sich um massive Holzblöcke aus Vollholz, laut Herstellerangabe ohne klassische Klebstoffe oder Mörtel; die werkseitige Verbindung erfolgt mit LignoLoc-Holznägeln aus Kunstharzpressholz. Die Blöcke werden über ein präzises, fünf Zentimeter tiefes Nut-Feder-System zusammengesteckt. Das modulare System macht die Tragstruktur stabil und gleichzeitig rückbau- und wiederverwendungsorientiert planbar. Der statischen und physikalischen Tiefe von NiTO widmen wir eine eigene Folge.

Was ist EcoCocon und wie unterscheidet es sich von NiTO?

EcoCocon ist ein vorgefertigtes Stroh-Wandsystem: gepresstes Stroh aus der Landwirtschaft, eingebracht in einen Holzrahmen. Den Materialanteil gibt der Hersteller je nach Quelle unterschiedlich an, unter anderem mit rund 98 Prozent nachwachsenden Rohstoffen (Herstellerangabe, Status IN PRÜFUNG). Für das zertifizierte 400-mm-Panel nennt das Passivhaus-Institut eine Wärmeleitfähigkeit von 0,0645 W/(m·K). Wie viel biogener Kohlenstoff im Panel gebunden ist, weisen die Umweltproduktdeklarationen aus; Kennwerte, Bezugsgröße und Quellen stehen auf der EcoCocon-Seite.

Gibt es baurechtliche Grenzen für diese Bausysteme?

Sarah: Gibt es bei diesen Systemen keine baurechtlichen Einschränkungen? Kann man damit jedes Gebäude bauen?

Norbert: Nein, natürlich nicht – und hier ist uns eine sachliche, ehrliche Kommunikation extrem wichtig. Jedes System hat seine physikalischen und rechtlichen Grenzen. Das NiTO-Vollholzsystem etwa besitzt eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik für Gebäude mit bis zu zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss. Wir bewegen uns mit unseren Planungen immer innerhalb des zugelassenen Anwendungsbereichs. Außerdem ist jedes Grundstück anders – Bodenbeschaffenheit, Windlasten, Bebauungsplan sind für jedes Vorhaben individuell und projektbezogen zu prüfen.

Warum verzichtet GreenBuild360 auf pauschale Umweltversprechen?

Weil solche absoluten Werbeclaims in der Realität des Bauens unseriös sind. Ein modernes Gebäude benötigt immer auch technische Leitungen, Fundamente oder Abdichtungen. Wir sprechen daher lieber konkret von Bauweisen, die konsequent auf nachwachsende Rohstoffe setzen, und nennen Eigenschaften nur mit Quelle und Prüfstatus, statt etwas zu garantieren, das von externen Faktoren abhängt. Für den NiTO-Holzstein liegt zum Beispiel eine Einstufung als QNG-ready als produktbezogene Einstufung vor – das kann die Nachweise für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude erleichtern, ist aber keine automatische Gebäudezertifizierung und keine Förderzusage.

Wie hängen Wiki, Entscheidungsplattform und Kommunenplattform zusammen?

Diese Plattformen bilden ein zusammenhängendes Informations- und Arbeitsökosystem. Die Hauptdomain greenbuild360.de ist die zentrale Anlaufstelle für allgemeine Informationen und den ersten Kontakt. Wer tiefer in Baustoffe aus Holz, Lehm und Stroh einsteigen möchte, findet im Wiki eine frei zugängliche Wissensdatenbank. Auf der Entscheidungsplattform unterstützen wir Bauherren und Planer dabei, herauszufinden, welche Wandsysteme aus Holz oder Stroh für ihr Projekt infrage kommen. Die Kommunenplattform richtet sich an öffentliche Entscheider und Kommunen.

An welche Zielgruppen richtet sich GreenBuild360?

An drei wesentliche Gruppen: private Bauherrinnen und Bauherren, die ein Zuhause aus Holz, Lehm und Stroh realisieren möchten; gewerbliche Partner wie Architekten, Planer und Projektentwickler, die unser Know-how als Integrator nutzen wollen; und Kommunen sowie öffentliche Auftraggeber, die Wohnraum oder öffentliche Gebäude wie Kitas oder Schulen realisieren.

Sind die Systeme bereits praxiserprobt oder noch Theorie?

Die Hersteller und Anbieter dokumentierter Bau- und Materialsysteme verweisen auf realisierte Projekte mit dem NiTO-Vollholzsystem und den EcoCocon-Strohelementen europaweit – Einfamilienhäuser, Bürogebäude und öffentliche Bauten. Welche Aussagen auf ein konkretes Bauvorhaben übertragbar sind, ist projektbezogen zu prüfen. Unsere Aufgabe bei GreenBuild360 ist es, diese Systeme über unsere Plattform bundesweit zu skalieren und die Fachplanungen zu bündeln. Was für jedes einzelne Bauvorhaben projektbezogen zu prüfen bleibt, sind Punkte wie Gründung, genaue Statik oder die Anpassung der Gebäudetechnik an den jeweiligen Standort.

Was ist der wesentliche Unterschied zum klassischen Wettbewerb?

Wir verkaufen nicht nur einzelne Baustoffe oder standardisierte Kataloghäuser. Wir sind der Integrator, der die gesamte Wertschöpfungskette – von der ersten Architekturidee über die Bauphysik bis zur langfristigen Lebenszyklusbetrachtung – in einem digitalen, rückbauorientiert geplanten System verbindet. Wir machen die Komplexität des ökologischen Bauens für unsere Kunden beherrschbar.

Diese Folge wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt; das Transkript ist redaktionell angepasst. Angaben zu Zulassungen, Förderung und Systemgrenzen sind stets projektbezogen zu prüfen.

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