Häufige Fragen zum zirkulären Bauen
Was versteht man unter zirkulärem Bauen?
Zirkuläres Bauen orientiert sich konsequent an der Natur, in der es keinen Abfall gibt, sondern nur Rohstoffe für neue Kreisläufe. Ein Gebäude wird dabei von Anfang an so geplant und konstruiert, dass alle verwendeten Materialien nach dem Ende der Nutzungsphase sortenrein getrennt, zerstörungsfrei zurückgebaut und ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden können. Es ist das Gegenmodell zur aktuellen Wegwerf-Mentalität der Baubranche.
Was ist der Unterschied zwischen zirkulärem Bauen und klassischem Recycling?
Beim klassischen Recycling im Bauwesen findet meistens Downcycling statt – Beton wird beispielsweise zu minderwertigem Straßenschotter geschreddert, und Verbundmaterialien landen in der Müllverbrennung. Zirkuläres Bauen hingegen minimiert die graue Energie durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und setzt auf echte Wiederverwendung (Re-Use). Ein leimfreier Holzbaustein bleibt in seiner ursprünglichen, hochwertigen Form erhalten und kann in einem neuen Gebäude eins zu eins wieder eingesetzt werden.
Wie setzt GreenBuild360 das zirkuläre Prinzip mit NiTO Holzstein um?
Wir setzen im massiven Holzbau auf das innovative NiTO Holzstein-System. Durch die rein mechanische, leimfreie Verbindung der Massivholzsteine entsteht eine tragende Struktur, die vollkommen schadstofffrei ist und am Ende des Lebenszyklus zerstörungsfrei demontiert werden kann. Kombiniert mit ökologischen Systemen wie den Strohwandelementen von EcoCocon realisieren wir so eine lückenlose Cradle-to-Cradle Architektur.
Welche Rolle spielt das TRIQBRIQ-System beim rückbaubaren Bauen?
Als Experten für zirkuläre Konzepte nutzen wir unter anderem das bewährte TRIQBRIQ-Holzbausteinsystem. Die präzise im Werk vorgefertigten Wandelemente werden auf der Baustelle rein mechanisch miteinander verdübelt. Da komplett auf giftige Bauschäume, Kleber oder Verbundstoffe verzichtet wird, bleibt das Holz absolut rein und lässt sich nach der Nutzungsphase sortenrein entnehmen und in neuen Projekten wiederverwenden.
Lohnt sich zirkuläres Bauen finanziell für Bauherren?
Ja, in mehrfacher Hinsicht. Zum einen erfüllen zirkuläre Gebäude durch ihre hervorragende Ökobilanz spielend die strengen Kriterien für das QNG-Siegel, was Ihnen den Zugang zu maximalen zinsgünstigen KfW-Förderkrediten sichert. Zum einen reduzieren Sie zukünftige Abrisskosten drastisch: Weil Ihr Haus ein wertvolles Materiallager ist, sichern Sie sich den finanziellen Restwert der verbauten Rohstoffe für kommende Generationen.