Gebäudetyp E & Ihr Bauprojekt
Der Gebäudetyp E (wobei das „E“ für Einfaches oder Experimentelles Bauen steht) ist eine Initiative der Architektenkammern und des Gesetzgebers. Er ermöglicht es Bauherren und Planern, durch rechtlich fundierte vertragliche Abweichungsvereinbarungen bewusst von kostenintensiven Komfort- und Ausstattungsnormen abzuweichen. Wichtig dabei: Die fundamentalen Schutzziele des Bauwerks – wie die Standsicherheit, der Brandschutz und der Mindestschallschutz – bleiben gewahrt.
Nein, im Gegenteil. Die Reduktion betrifft primär überladene Komfortstandards, rein ästhetische Normvorgaben oder unnötig vielschichtige, fehleranfällige Materialaufbauten. Die strukturelle Stabilität, die Langlebigkeit und der Brandschutz bleiben durch den Einsatz unserer massiven, leimfreien Holzbausysteme gewahrt. Das Aufbrechen technischer Überfrachtung kann zudem das Risiko von Ausführungsfehlern auf der Baustelle reduzieren und die baubiologische Qualität des Wohnraums unterstützen.
Die werkseitige Vorfertigung ist eine sinnvolle technologische Ergänzung zum Prinzip des einfachen Bauens. Indem wir Leitungsführungen, Schnittstellen und technische Module bereits in der Produktionshalle präzise in die Massivholz-Systembausteine integrieren, reduzieren wir unkoordinierte Arbeitsschritte verschiedener Gewerke auf der Baustelle. Das vereinfacht den Montageprozess, kann unvorhergesehene Verzögerungen verringern und die Ausbaukosten senken.
Das ist grundsätzlich vereinbar. Der Gebäudetyp E reduziert Materialüberschuss und unnötige Komforttechnik, mindert aber nicht die thermische Qualität der Hülle. Da unsere leimfreien Massivholz- und Stroh-Konstruktionen gute U-Werte und eine gute Ökobilanz aufweisen, können die Gebäude gute Voraussetzungen für die Grenzwerte des KfW-40-NH-Standards und des QNG-Siegels schaffen; die endgültige Förderfähigkeit wird projektbezogen durch die zuständigen Fachleute geprüft.