Häufige Fragen zur Gründung auf Schaumglasplatten
Was genau ist eine Gründung auf Schaumglasplatten?
Es handelt sich um eine innovative, lasttragende und hochgradig wärmedämmende Gründungsart für Gebäude. Anstatt das Fundament tief in den Boden zu betonieren, ruht die Konstruktion auf hochfesten Platten aus Schaumglas. Diese Platten übernehmen gleichzeitig die statische Lastabtragung und die lückenlose thermische Isolierung des Gebäudes nach unten hin, wodurch kostspielige und CO₂-intensive Betonarbeiten auf ein Minimum reduziert werden.
Warum ist Schaumglas ressourceneffizienter als herkömmliche Dämmstoffe?
Schaumglas wird mit einem sehr hohen Anteil aus Altglas (Recyclingglas) hergestellt und folgt damit dem Urban Mining Prinzip. Im Gegensatz zu erdölbasierten Dämmstoffen wie EPS oder XPS (Styropor) wird der Einsatz fossiler Ressourcen drastisch reduziert. Zudem altert Schaumglas nachweislich nicht, dünstet keine Schadstoffe aus und lässt sich am Ende des Gebäudelebenszyklus wieder dem Wertstoffkreislauf zuführen.
Wie schützt das System vor Kältebrücken und Feuchtigkeit?
Schaumglasplatten besitzen eine geschlossenzellige Struktur. Das bedeutet, dass sie hochgradig wasser- und dampfdicht sind – aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich wird zuverlässig abgehalten. Gleichzeitig bildet die Schaumglasschicht eine lückenlose thermische Trennung unter der gesamten Bodenplatte. Schädliche Kältebrücken im Übergangsbereich von Fundament zu Außenwand werden so konsequent minimiert, was Schimmelbildung effektiv vorbeugt.
Ist eine Schaumglas-Gründung genauso stabil wie ein klassisches Betonfundament?
Ja. Schaumglas verfügt über eine extrem hohe Druckfestigkeit und ist stauchungsfrei. Es hält den statischen Lasten von Einfamilienhäusern sowie mehrgeschossigen Gebäuden bei fachgerechter Planung problemlos stand. Zudem ist das Material resistent gegen Säuren, Gase, Bakterien und Nagetiere, wodurch das Fundament Ihres Hauses über Jahrzehnte hinweg dauerhaft stabil bleibt.