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Energie & Haustechnik neu spezifiziert
Reduzierte Anlagentechnik durch physikalische Baukonstruktion.
Wenn Sie ein Haus bauen, stehen der langfristige Wohnkomfort und verlässliche Betriebskosten im Fokus: stabile Raumtemperaturen, bedarfsgerechter Luftwechsel und eine geplante Reduktion mechanischer Verschleißteile.
Wir verlagern die thermische Funktion primär in die Baukonstruktion selbst. Mit dem vorgefertigten Stroh-Wandsystem von EcoCocon (Passivhaus-Komponentenzertifikat für das 400-mm-Panel, ID 0867cs03) oder mechanisch gefügten Massivholz-Wandsystemen (laut Herstellerangabe ohne klassische Klebstoffe) in Kombination mit mineralischen Innenausbaustoffen kann eine Gebäudehülle mit hohem Wärmedämm- und Wärmespeichervermögen entstehen. Das Gebäude ist strukturell so konzipiert, dass passive Sonneneinstrahlung sowie die Abwärme von Personen und Geräten zur Stabilisierung der Raumtemperatur beitragen können; die Wirkung wird projektbezogen berechnet.
Split-Klimagerät (Herstellerbild Daikin)
Das 3-Komponenten-System zur Raumtemperierung
Anstelle wassergeführter Rohrsysteme (wie klassischen Fußboden- oder Wandheizungen) beruht unser haustechnisches Konzept auf drei mechanisch voneinander getrennten, direkt ansteuerbaren Komponenten:
1. Thermische Speichermasse (Passiv)
Die raumseitig aufgebrachten Lehmputze sowie massiven Holz-Lehm-Geschossdecken fungieren als bauphysikalische Pufferspeicher. Sie nehmen temporäre Wärmeüberschüsse (z. B. durch solare Gewinne) auf und geben diese zeitversetzt als Strahlungswärme wieder an den Raum ab. Die hygroskopischen Eigenschaften des Werkstoffs Lehm können zur Regulierung der relativen Luftfeuchtigkeit beitragen; die Wirkung wird projektbezogen berechnet.
2. Sensorisch gesteuerte Lüftungsflügel (freie Lüftung)
Der notwendige Mindestluftwechsel wird nicht über ein zentrales Rohrsystem, sondern über eine dezentrale, freie Lüftung ohne Ventilator realisiert. In den Räumen integrierte Sensoren überwachen kontinuierlich die Parameter Luftfeuchtigkeit, CO₂-Gehalt und Temperatur. Bei Schwellenwertüberschreitung öffnen und schließen sich motorisierte Lüftungsklappen in der Außenwand automatisch. Das kann die Luftqualität bei geringen Lüftungswärmeverlusten unterstützen; die Wirkung wird projektbezogen berechnet.
3. Dezentrale Luft-Luft-Wärmepumpen (Aktiv)
Für die Abdeckung von extremen Spitzenlasten im Winter sowie zur aktiven Regulierung im Sommer integrieren wir herstellerunabhängig Split-Klimasysteme von Technologiepartnern; die Energieeffizienzwerte (SCOP/SEER) entnehmen wir den jeweiligen Herstellerdatenblättern: Bedarfskühlung im Sommer: An langanhaltenden Hitzetagen senken die Split-Geräte die Raumtemperatur aktiv und entfeuchten die Raumluft. Die für den Betrieb benötigte elektrische Energie kann dabei vorrangig direkt von der hauseigenen Photovoltaikanlage stammen – also im Moment des höchsten Kühlbedarfs. Spitzenlastabdeckung im Winter: In extremen Frostperioden dienen die Luft-Luft-Wärmepumpen als reaktionsschnelles Heizsystem, ergänzt durch ein punktuell in den Wandaufbau integriertes Heizpapier auf Kleinspannungsbasis (24 V).
Sektorenkopplung über das eigene Dach
Bei geringer thermischer Grundlast kann auf ein schweres, zentrales Verbrennungs- oder Kompressionsheizsystem verzichtet werden. Das ermöglicht ein schlankes, überwiegend elektrisches Energiekonzept. Ob es für Ihr Gebäude ausreicht, wird projektbezogen berechnet:
Photovoltaik & Speicher:
Eine exakt auf den Gebäudebedarf dimensionierte PV-Anlage auf dem Dach speist im Verbund mit einem Batteriespeicher und einem smarten Energiemanagementsystem (HEMS) die Haushaltsgeräte, die Lüftungssensorik und das Kühlsystem. Ihr Haus produziert, speichert und nutzt Energie intelligent – die Steuerung erfolgt bequem per App.
Dezentrale Warmwasserbereitung
Die Erwärmung des Brauchwassers erfolgt unmittelbar am Verbrauchsort über elektronische Durchlauferhitzer. Dadurch entfallen Warmwasserspeicher und dauerhafte Wärmeverluste in Warmwasser-Umlaufleitungen. Komfort und Hygieneanforderungen werden projektbezogen geplant.
Wirtschaftliche Umschichtung nach dem Gebäudetyp E
Der Verzicht auf aufwendige haustechnische Zentralen, Rohrleitungsnetze im Estrich und tiefe Unterkellerungen kann die Erstellungskosten der Haustechnikgewerke verringern. Die Wirkung wird projektbezogen berechnet. Ein so frei werdendes Budget kann in die Qualität der sichtbaren und dauerhaften Bauteile fließen: mechanisch gefügte Konstruktionen (laut Herstellerangaben ohne klassische Klebstoffe), langlebige Holz- und Putzoberflächen und rückbauorientierte Planung. Mit natürlichen Materialien, Photovoltaik und intelligenter Steuerung entsteht ein weitgehend elektrisches Energiekonzept für Sommer und Winter. Die Auslegung wird projektbezogen berechnet.
Eigene Energie vom Dach: PV, Speicher und Energiemanagement
Mit einer auf den Gebäudebedarf dimensionierten Photovoltaikanlage, einem Batteriespeicher und einem Energiemanagementsystem (HEMS) kann ein Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt und genutzt werden. Der Anteil hängt von Gebäude, Nutzung und Anlagengröße ab und wird projektbezogen berechnet.
Das System steuert die Energieflüsse per App: Während die dezentralen Split-Klimageräte im Sommer tagsüber direkt mit überschüssigem Sonnenstrom kühlen, versorgt der Speicher die Haushaltsgeräte, das optionale Heizpapier oder die Lüftungssensorik in den Abend- und Nachtstunden. Auch die Ladung eines Elektroautos an der hauseigenen Wallbox kann vorrangig mit selbst erzeugtem Solarstrom erfolgen.
So entsteht ein Energiekonzept aus Erzeugung, Speicherung und Steuerung.
PV-Anlage
Regenwasserutzung
Wasser – der oft vergessene Energieträger
Zur Haustechnik gehört auch der Umgang mit Wasser. Wir bieten Systeme zur Regenwassernutzung und Grauwasseraufbereitung an. So können Sie z. B. Dusch- oder Waschmaschinenwasser wiederverwenden, um Toiletten zu spülen oder den Garten zu bewässern. Das kann den Trinkwasserverbrauch verringern. Wie viel Wasser und Betriebskosten sich einsparen lassen, wird projektbezogen berechnet.
Alternative Systeme für besondere Bauweisen
Für kompakte oder mobile Häuser – etwa Tiny Houses oder Ferienobjekte –, aber auch für spezifische Räume wie Bäder in Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern, setzen wir auf Infrarotheizungen oder Heiztextilien.
Diese Systeme sind laut Herstellerangaben wartungsarm und platzsparend und eignen sich, wenn ein punktueller, schneller Wärmebedarf ohne wassergeführtes System besteht.
Sie lassen sich zudem mit dem eigenen PV-Strom betreiben und fügen sich in die elektrische Energieversorgung ein.
Und für alle, die sich zusätzlich ein knisterndes Feuer wünschen, dessen Grundfunktion laut Herstellerangabe ohne Gas- und Stromnetz auskommt: Wir prüfen aktuell die Ergänzung um den SPOK Kamin-Speicherofen von Hafnertec (Einstiegsmodell PURE ab 6.990 € laut Herstellerangabe, Stand der Recherche 03.10.2026). Mehr dazu auf unserer Seite „Energieunabhängigkeit“.
Heiztextil
Energie, Raumklima und Wohlbefinden als Ganzes
Bei GreenBuild360 planen wir Energie, Raumklima und Wohnkomfort gemeinsam. Welche Eigenschaften ein Gebäude erreicht, wird projektbezogen berechnet und nachgewiesen. Mit natürlichen Materialien, erneuerbarer Energie und Steuerungstechnik entsteht ein Konzept für Sommer und Winter, das die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz verringern kann.
Rohbau eines Holzhauses von innen
Förderung: Anforderungen und Prüfung
Unsere Systeme werden so geplant, dass sie die Anforderungen der aktuellen KfW-Förderprogramme 297/298 und der Effizienzhaus-40-Standards berücksichtigen. Wärmepumpentechnik, PV und Speicher kommen in vielen Neubauten zum Einsatz; ob ein Konzept gefördert wird, hängt vom Programm und vom konkreten Gebäude ab. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Förderung und bereiten auf Wunsch die erforderlichen Nachweise vor; ob und in welcher Höhe eine Förderung möglich ist, prüfen projektbezogen die zuständigen Fachleute. Eine Förderzusage geben wir nicht.

Häufige Fragen zu unserem Energie- und Haustechnikkonzept

Ist ein Verzicht auf wassergeführte Heizungen rechtlich zulässig?

Grundsätzlich ja, wenn die Anforderungen nachgewiesen werden. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Kriterien gängiger Förderprogramme fordern definierte Effizienzwerte der Gebäudehülle und den Einsatz erneuerbarer Energien. Bei gedämmter Gebäudehülle lässt sich der Transmissionswärmeverlust verringern; die verbleibende Restlast kann über Wärmepumpentechnik im Verbund mit PV-Strom gedeckt werden. Ob ein konkretes Konzept ohne wassergeführte Heizung die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, wird projektbezogen berechnet und nachgewiesen.

Warum setzen Sie auf Split-Klimageräte statt auf Fußbodenkühlung?

Eine Fußbodenkühlung stößt aufgrund der Taupunkt-Problematik schnell an physikalische Grenzen: Fällt die Oberflächentemperatur des Bodens zu tief, droht Kondensatbildung auf dem Belag. Zudem kühlen wassergeführte Flächenheizungen im Sommer träge und senken lediglich die Raumtemperatur, nicht jedoch die Luftfeuchtigkeit. Das dezentrale Split-System filtert und entfeuchtet die Luft aktiv. Da die gefühlte Sommerhitze maßgeblich von der Schwüle (relative Luftfeuchtigkeit) beeinflusst wird, kann die Entfeuchtung zu einem höheren Schlaf- und Wohnkomfort beitragen.

Welche Förderprogramme können genutzt werden?

Unsere Bauweisen werden so geplant, dass sie die technischen Voraussetzungen für nationale Förderprogramme im Neubau berücksichtigen (z. B. KfW-Kredite 297/298 „Klimafreundlicher Neubau“). Mit gedämmter Gebäudehülle und Eigenstromerzeugung aus erneuerbaren Quellen streben wir die geforderten Primärenergiebedarfe an und bereiten für Ihr Projekt die notwendigen Nachweise vor; die endgültige Förderentscheidung liegt bei der zuständigen Förderstelle. Eine Förderzusage geben wir nicht.

GreenBuild360 plant und baut mit Holz, Lehm und Stroh.
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