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Die betonfreie Revolution: Schraubfundamente

Vibrationsfrei, tief verankert und ohne Trocknungszeit: Wie Schraubfundamente der V-Serie eine betonfreie, rückbaubare Gründung für Wohnhäuser ermöglichen.

Schnellantworten

Wie tief werden Schraubfundamente eingedreht? Laut Herstellerangabe mindestens zwei Meter tief, bis tragfähige Bodenschichten erreicht sind.

Wie lange dauert die Montage? Ein Hausfundament kann laut Herstellerangabe oft innerhalb eines Tages fertiggestellt werden.

Ist eine Wartezeit wie bei Beton nötig? Nein, es entfällt die Aushärtezeit; laut Hersteller ist das Fundament direkt nach Montage belastbar.

Was ist die V-Serie? Verlängerbare Schraubfundamente (KSF V76 bis V140) für hohe statische Lasten wie Wohnhäuser.

Wie wird die Statik geprüft? Über eine Rammsondierung (DPL10) sowie digitale Aufzeichnung von Eindreh- und Rückwärtsdrehmoment je Pfahl.

Sind Schraubfundamente rückbaubar? Ja, laut Herstellerangabe können sie rückwärts herausgedreht und andernorts wiederverwendet werden.

Das Prinzip: Stahlschrauben statt Betonguss

Statisch geprüfte Stahlschrauben werden laut Herstellerangabe vibrationsfrei und punktgenau in das Erdreich eingedreht. Sie wirken als Mikropfähle in Anlehnung an DIN EN 12699 und erreichen dabei mindestens zwei Meter Tiefe, um tragfähige Bodenschichten zu erreichen. GreenBuild360 behandelt diese Methode mit derselben Priorität wie die Gründung auf Schaumglasplatten – die Wahl richtet sich nach Grundstück, Bodenbeschaffenheit und statischen Anforderungen.

Kompakte Technik statt Erdaushub

Anders als bei klassischen Betonfundamenten mit Erdaushub, Abtransport und Bodenversiegelung ist das Montagegerät für die Eindrehtechnik kompakt: Ein modifizierter Telelader ist laut Herstellerangabe rund 1,60 m breit und wiegt etwa 2,8 Tonnen – transportierbar auf einem normalen PKW-Anhänger. Bodenstruktur und Vegetation bleiben dabei weitgehend unberührt.

Wo Schraubfundamente besonders Sinn ergeben

Das Verfahren eignet sich laut Herstellerangabe insbesondere für Hanggrundstücke, Böden mit Torfschichten, drückendem Wasser oder beengte Baulücken sowie für Bauvorhaben neben erschütterungsempfindlichen Altbauten, da das Eindrehen vibrationsfrei erfolgt.

Bei einem Referenzprojekt der Deutschen Schraubfundament GmbH wurde laut Herstellerangabe eine Wurzelbrücke über den Schraubpfählen errichtet, um eine 160 Jahre alte Buche zu schützen – die Pfähle wurden zwischen den Hauptwurzeln eingedreht, ohne sie zu kappen.

Die V-Serie: verlängerbar für hohe Lasten

Für leichte Holzkonstruktionen wie Terrassen gibt es die U-Serie; für Wohnhäuser, Holzmodulbauten und Wintergärten kommt vor allem die verlängerbare V-Serie zum Einsatz – von Typ KSF V76 über V89 und V114 bis zur Schwerlast-Ausführung KSF V140. Laut Herstellerangabe liegt die nachgewiesene Nutzungsdauer bestimmter Produktserien bei über 100 Jahren; die statische Berechnung erfolgt anhand von Vordimensionierungstabellen.

Präzise Anschlusstechnik

Auf die Schraubfundamente werden Pfostenträger mit variabler Achsen- und Höhenjustierung, Stahl- oder Holzträger mit integriertem Lochbild, Fundamentdeckel für Hanglagen sowie Flanschplatten und Exzenter für die senkrechte Ausrichtung aufgesetzt. Der Überbau ist laut Herstellerangabe damit unmittelbar montagebereit, ohne Bohren im Beton.

Wissenschaftlich geprüfte Standfestigkeit

Vor dem Eindrehen erfolgt eine geologische Bodenuntersuchung inklusive Rammsondierung (DPL10-Sonde nach DIN-Normen). Während der Montage zeichnet eine Spezialsoftware Eindreh- und Rückwärtsdrehmoment je Pfahl auf; Mantelreibung und Spitzendruck werden mit den statischen Zielwerten abgeglichen und dokumentiert. Wird der Zielwert nicht erreicht, wird ein Verlängerungssegment ergänzt.

Keine Aushärtezeit, volle Rückbaubarkeit

Anders als bei Beton entfällt die wochenlange Aushärtezeit. Laut Herstellerangabe ist das Fundament direkt nach der Montage voll belastbar; ein komplettes Hausfundament kann oft innerhalb eines Tages fertiggestellt werden. Auch bei gefrorenem Boden im Winter ist die Installation laut Hersteller möglich.

Am Ende der Nutzungsdauer werden die Schrauben laut Herstellerangabe einfach rückwärts herausgedreht, hinterlassen keine bleibenden Spuren im Erdreich und können andernorts wiederverwendet oder recycelt werden – rückbau- und wiederverwendungsorientiert im Sinne von Cradle-to-Cradle.

Kurz & knapp

Braucht man für Schraubfundamente einen großen Bagger?

Nein, laut Herstellerangabe reicht ein kompaktes, rund 2,8 Tonnen schweres Trägergerät.

Können Schraubfundamente auch im Winter montiert werden?

Ja, laut Herstellerangabe auch bei gefrorenem Boden, da sie ohnehin frostsicher tief eingebaut werden.

Was passiert mit dem Fundament nach 100 Jahren?

Die Schrauben können laut Herstellerangabe herausgedreht und andernorts wiederverwendet oder recycelt werden.

Quellen: Technisches Datenblatt Schraubfundamente V-Serie · DIN EN 12699 · Deutsche Schraubfundament GmbH Projektdokumentation · GreenBuild360 GmbH Projektdokumentation

Diese Folge wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Technische Kennwerte sind Herstellerangaben und für Ihr Bauvorhaben projektbezogen zu prüfen.

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